Call für künstlerische Positionen

Im Rahmen des Festivals «Kunstlokal» laden wir künstlerische Positionen ein, den öffentlichen Raum im Zürcher Oberland zu bespielen. Ausgehend vom Leitfaden – «Sammlungen bewegen» wünschen wir uns eine inhaltliche Auseinandersetzung mit den lokalen Museen, ihren Sammlungen oder mit der lokalen Umgebung. Es können verschiedene Ausdrucksformen wie Skulpturen, Installationen, Workshops, Performances oder Lesungen entstehen. Ebenso begrüssen wir partizipative Arbeiten mit den lokalen Gemeinschaften oder dem Publikum vor Ort. Während des Festivals werden die teilnehmenden Museen und Kulturzentren zu Orten der Aktivierung, der Reflexion und des Spiels.  

Alle Museen und Kulturzentren haben einen individuellen Standort und geschichtlichen Hintergrund. Ihre Vielfältigkeit und ihre Lage im Zürcher Oberland eröffnen ein breites Spektrum an Themen, die aufgegriffen werden können:

– die lokale Geschichte und Identitäten des Zürcher Oberlandes
– Wirtschaftliche Prozesse und deren Auswirkungen
(Bsp. Landwirtschaft, Industrialisierung und Digitalisierung)
– Entstehung und Produktion des kulturellen Erbes
(Bsp. Sammlungspraktiken und Archivierungsprozesse)


Anforderungen

Die Werke werden temporär während der Festivaldauer ausgestellt und sollten während des gesamten Festivals präsent sein – je nach Arbeit kann dies individuell besprochen werden.

Die Standorte sind unter freiem Himmel und die Werke sind der spätsommerlichen und herbstlichen Witterung ausgesetzt. Die materielle Umsetzung muss entsprechend mitgedacht werden. Weiter befinden sich die die Werke im Rahmen des öffentlichen Raumes und müssen im Falle einer Installation bzw. Konstruktion verschiedenen Formen der Interaktion standhalten können.

Die Teilnehmer:innen sind für die Lieferung und Rückgabe ihrer eigenen Werke verantwortlich.


Projekteingabe

Die Projekteingabe enthält eine kurze Beschreibung oder Skizze des Konzepts und einen Lebenslauf mit Beispielen von bisherigen Projekten, die per E-Mail (PDF) eingereicht werden sollten. Das Konzept kann bereits einen konkreten Bezug zu einem bestimmten Ort, Museum oder Kulturzentrum haben oder eine allgemeine Idee liefern. Wir sind offen für Ideen, die sich in der Anfangsphase der Konzeption befinden, welche wir in einer gemeinsamen prozessorientierten Auseinandersetzung entwickeln.

Die Projekteingabe werden anschliessend von einer Jury ausgewählt. Diese besteht aus Jacqueline Falk; Leiterin Kultur und Gesellschaft Zürcher Oberland, Peter Stohler; Kunsthistoriker, Werner Casty; Wetzikon Künstler, Kim Anni Bassen; Kuratorin vom Dietikon Projektraum & einem Mitglied des Vereins ajour.

Alle Kunstschaffende, die in das Festivalprogramm aufgenommen werden, kriegen je ein Honorar von 2000 CHF, das Produktions- und Aufführungskosten sowie Reisekosten enthält.
TEILNEHMENDE INSTITUTIONEN

Jedes lokale Museum und Kulturzentrum, das am Festival teilnimmt, hat seinen eigenen historischen Kontext und sein eigenes soziales Umfeld innerhalb seiner Gemeinde und der Region. Die teilnehmenden Künstler:innen haben die Möglichkeit, in einen Dialog mit Räumen zu treten, die sowohl die Vergangenheit als auch Visionen für die Zukunft widerspiegeln.

Das Museum Wetzikon schafft Verbindungen zwischen der lokalen Kultur, der Frühzeit bis zum Industriezeitalter der Region, während das Museum am Pfäffikersee in einem ehemaligen Fischerhaus Geschichte lebendig macht. Das Nähmaschinen-Museum, das Sauriermuseum und das KMM wurden von leidenschaftlichen privaten Sammlern gegründet. Das Museum Neuthal ist eines der grössten Textilindustrie-Museen in der Schweiz und präsentiert Produktionsprozesse mit Original-Maschinen. Das Die Geschichte des Schlossmuseums und des Städtchens Grüningen reicht bis ins Mittelalter zurück und ist heute ein Zentrum der lokalen Kulturproduktion. Das Schönau Areal in Wetzikon hat sich von einer Textilfabrik in ein Atelierhaus für Kunstschaffende, Architekten und Designer verwandelt, und das Zeughausareal ins Uster wurde ebenfalls zu einem Ort für Künstler:innen und Kulturschaffende mit Atelier- und Ausstellungsräumen.

EINGABESCHLUSS
30. April 2022

KONTAKT
Cynthia Stucki, Künstlerische Leitung
ajour.verein@gmail.com